Punch-Drunk Love ist eine Komödie, Drama und ein Liebesfilm zugleich. Aufgrund der Problematiken des Filmes, ist es dem Regisseur Paul Thomas Anderson dennoch gelungen eine Liebeskomödie zu inszenieren die auf humorvolle Art und Weise gesellschaftliche Konflikte darstellt. Die Sinnhaftigkeit des Filmes wird nur dann logisch, wenn man einzelne Szenen im Gesamtzusammenhang betrachtet.
So ist beispielsweise die Zerstörung im Restaurant eine Eskalation nach der dauerhaften Aussetzung des Druckes. Die leichtfertige Übertragung der grundlegenden Botschaften gelingt mittlerweile nicht mehr nur den besonders begabten Regisseuren der populären US-Filme. Nein, auch die reguläre Werbung ist auf das Bedürfnis der Zuschauer eingegangen. Die meisten Zielgruppen wollen mit ernsthaften Themen nicht mehr einfach so konfrontiert werden oder sogar mittels der Spots ermahnt werden. Es soll eine harmonische Kombination aus Witz, Charme, Apell und Sinn sein – erst dann sind die Zielgruppen gewillt die Botschaft der Werbung zu akzeptieren und zu verinnerlichen.
Lustige Werbespots sind dementsprechend heutzutage nicht mehr selten in der TV-Werbung vorhanden, sondern gehören eher zum größeren Anteil. Dass sich dies deutlich an der Vermarktungsstrategie im Internet orientiert, ist dabei nicht von der Hand zu weisen. Gerade Viralmarketing ist im Onlinebereich kaum mehr wegzudenken, entsprechend sind auch die Reaktionen bei den klassischen Medien auf Werbespots. Die Zielgruppe unterhält sich darüber, und vertreibt somit auch die eigentlich dahinterstehende Brand viral. Wie lange diese Form der Vermarktung noch im Trend sein wird, hängt ab von den Entwicklungen der Gesellschaft.
Wie auch im Film hilft zwar das vorab festgelegte Genre den Film zu klassifizieren, sagt aber im Prinzip nur wenig über die suggestiven Botschaften aus. Man könnte fast meinen, dass je eher etwas als „leichte Kost“ definiert wird, die Menschen eher gewillt sind diesen Film oder den Spot konzentriert zu verfolgen. Entsprechend kann man das Beispiel auch bei klassischen Büchern sehen – Je einfacher ein Buch zunächst erscheint, desto eher liest man es. Dies hängt zum einen damit zusammen, dass die gesellschaftlichen Anforderungen darauf basierend sind, dass alles so leicht wie möglich sein soll, und zum anderen, dass sich die meisten Menschen selber unterschätzen.
Dass schlussendlich doch etwas durch dieses Medium vermittelt wird, wird der Zielgruppe nur selten bewusst klar. Erst beim aktiven Rekapitulieren, oder bei der objektiven Betrachtung der wachsenden Popularität, erkennt man die Funktion des Einzelnen. Zunächst geht es darum, den Einzelnen zu begeistern. Dies schafft man mit Hilfe von Einfachheit, Witz und mit dem Erzeugen von Neugierde. Hat man dies erfolgreich absolviert, ist der Einzelne auch eigenmotiviert um anderen davon zu erzählen. Das Resultat ist letztendlich eine bemerkenswert wachsende Popularität, die für das gezielte Brandpositioning unabdingbar ist.